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Auf diese »für heute« - Themen können Sie sich freuen!

Juni

  • Die Kunst der Kommunikation (Dagmar Köhring)
  • Auf Sand gebaut (Ralf Würtz)
  • Über Rasierklingen (Martin Wörz)
  • Der Apfel und andere Sündenfälle (Rouven Bürkle)

        »für heute« - Ausgaben im Mai 2017

        Alles hat seine Zeit
        (Mareike Bloedt)

        Manchmal ist mein Leben echt stressig. Meine to-do Liste wird immer länger und es wird viel von mir verlangt. Privat und in der Arbeit wird immer mehr gefordert. Einfach mal nichts machen, kommt weder bei meinem Arbeitgeber, noch bei meinen Freunden gut an. So versuche ich alles zu meistern, gebe dem Leistungsdruck nach. Ich will keine Gelegenheit verpassen und meine Chancen und Optionen voll ausnutzen. Doch die vielen Optionen lenken mich allzu oft von dem ab, was im Leben wirklich zählt. Für mich ist das, was wirklich zählt: Gott, meine Familie und meine Freunde.

        Um allen gerecht zu werden, versuche ich möglichst viel in einen Tag reinzupacken. Nichts zu tun ist keine Option. Denn dann könnte man mir ja vorwerfen, ich wäre faul. Vor kurzem machte mich dieser Spruch nachdenklich: »Das meiste haben wir gewöhnlich in der Zeit getan, in der wir meinten, nichts getan zu haben.« Der Satz stammt von Marie von Ebner-Eschenbach. Stimmt das? Mache ich das meiste, in der Zeit, in der ich denke, dass ich nichts gemacht habe?

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        Auswandern oder bleiben?
        (Katrin Schneidenbach)

        In den 90er Jahren sind Bekannte nach Norwegen ausgewandert. Damals war hier im Osten die Arbeitssituation mehr als schwierig. Vom Norden hatten sie immer geträumt. Dann passte es mit der Arbeit, mit den Kindern und dem sozialen Netz. Und sie waren weg. Es klang nach Abenteuer. Es brauchte Mut und wirklich einen Traum von einem anderen Leben. Nur so konnten die Schwierigkeiten des Neuanfangs bewältigt werden: eine neue Sprache lernen, Familie und Freunde zurücklassen. Ich bewundere Menschen, die diesen Schritt wagen.

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        Für das Leben eines Freundes
        (Frank Mader)

        Von Sepp Herberger, dem ehemaligen Fußball- Bundestrainer, stammen manche Fußball-Weisheiten: »Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.« – »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.« – Was Sepp Herberger seinen Spielern einbläute: »Elf Freunde müsst ihr sein!« Er meinte damit: Freunde reiben sich füreinander auf. Sie laufen füreinander, holen für die anderen die Kohlen aus dem Feuer, bügeln die Fehler der Mitspieler aus.

        Es gibt sie noch, die Freundschaften. Nach meiner Beobachtung mehr unter den Mädels, als unter den Jungs. Es gibt weniger Freundschaften als wir denken. Man hat dann Kollegen oder Kumpels, mit denen man grillt oder Sport treibt. Manchmal sagt man »meine Freunde« und meint Bekannte, mit denen man schon mal zusammen feiert oder sogar in den Urlaub geht. Aber echte Freundschaften? Viele wünschen sich Freundschaften. Niemand möchte ohne sie sein.

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        Du hast die Wahl
        (Matthias Kiemle)

        2017 ist ein Wahljahr – in mehrerlei Hinsicht. Richtungsweisende Parlamentswahlen haben in den Niederlanden und in Frankreich stattgefunden, und in Deutschland steht im September die nächste Bundestagswahl an.

        Dass es so etwas wie allgemeine und freie Wahlen gibt, ist alles andere als selbstverständlich. Dass sich jede Bürgerin, jeder Bürger eines Landes an der politischen Willensbildung beteiligen kann und tatsächlich auch eine Wahl hat, nicht nur eine Einheitsliste ankreuzen kann: Auch das ist längst nicht überall auf diesem Globus gewährleistet. In Deutschland gilt das allgemeine Wahlrecht für Frauen und Männer, die Regel »One man, one vote« – eine Stimme pro Kopf – erst seit den Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung am 19. Januar 1919. Also noch nicht einmal seit 100 Jahren.

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