Sie sind hier: Startseite > "für heute" - Ausgaben in diesem Monat > März 2017

Auf diese »für heute« - Themen können Sie sich freuen!

April

  • Wie man einen echten Schatz findet (Martin Wörz)
  • verstehst du, was du da liest) (Kathrin Schneidenbach)
  • Schwerelos (Marcus Baum)
  • Im Ostergarten (Dagmar Köhring)

        »für heute« - Ausgaben im März 2017

        Darf's ein bisschen mehr sein?
        (Rouven Bürkle)

        Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ich schaue zu, wie die freundliche Verkäuferin ein Stück meiner Lieblingswurst abschneidet. Sie legt einen Teil davon auf die Waage, lächelt mich an und fragt: »Darf’s ein bisschen mehr sein?«

        Ein bisschen mehr? Wovon? Brauche ich das? Habe ich nicht genug davon? Kann ich das bezahlen? Habe ich Verwendung dafür? Was geschieht, wenn ich nichts damit anfangen kann?

        Sie wollen mehr lesen? undefinedHier geht's zum Abo.

        Öffnen Sie das Lebensfenster!
        (Matthias Kiemle)

        »Es sind schon mehr Menschen erstickt als erfroren«, pflegte unser Mathelehrer zu sagen, wenn sich im Klassenzimmer wieder einmal Protest gegen das Öffnen eines Fensters erhob. Meine selbst im Winter nur mit T-Shirt bekleideten Klassenkameradinnen hockten lieber in ihrem eigenen Mief und beklagten sich über die kalte Luft. Offenbar bemerkten sie gar nicht, wie abgestanden die Luft im Raum war. Dabei tat uns ein wenig frische Luft gut, um für den Stoff der nächsten Unterrichtsstunde wieder aufnahmefähig zu sein.

        Sie wollen mehr lesen? undefinedHier geht's zum Abo.

        Die Sehnsucht nach dem starken Mann
        (Ralf Würtz)

        Das Bild, das sich mir bietet, wäre glatt etwas für »Upps! – Die Pannenshow«. Ein kleiner Junge, so vier oder fünf Jahre alt, geht im Streichelzoo zügig auf das weiß-beige-gefleckte Zicklein zu, um es zu streicheln. Das Zicklein ist von dieser Zuwendungsabsicht wohl etwas überrascht und stupst den Jungen einfach um.

        Verdutzt findet sich der Junge, nennen wir ihn mal Carsten, auf den Boden sitzend wieder. Einen Moment scheint er zu überlegen, wie er sich verhalten soll, dann ist sein Entschluss gefallen. Laut aufschreiend rappelt er sich auf, dreht sich um und läuft in Richtung seiner Eltern, die in einiger Entfernung das Geschehen verfolgt haben.

        Sie wollen mehr lesen? undefinedHier geht's zum Abo.

        Verborgener Gott
        (Frank Mader)

        »Ich sehne mich nur nach Gott. Und dann fühle ich nur dies: Er will mich nicht. Er ist nicht da. … Warum das alles? Wo ist die Seele in meinem eigenen Sein? – Gott will mich nicht.«

        Es mag überraschen, von wem diese Zeilen stammen: Mutter Teresa. Von jener engagierten Missionarin, die ihr Leben in den Dienst der Armen gestellt hat. Ihre persönlichen und geheimen Aufzeichnungen gelangten im Zuge ihrer Seligsprechung im Jahr 1999 an die Öffentlichkeit. Sie bringen das Bild der »frommen Nonne«, die zwei Jahre zuvor gestorben ist, gehörig ins Wanken. Wie passen solche Sätze zu dieser aufopfernden Ordensfrau im weißen Sari und abgetragener grauen Wollweste?

        Sie wollen mehr lesen? undefinedHier geht's zum Abo.